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Der Bericht von ALBA:
Abadesa
Wir lasen sie in einem furchtbaren Zustand auf, das war am 10.01.2009, einem Tag, an dem es furchtbar schneite in Madrid. Sie musste getragen werden, weil sie so schwach war, dass sie nicht laufen konnte. Bei ihrer Einlieferung hatte sie einen Titer von 1:1600 Leishmaniose, 1:320 Erlichiose und ihr Filarien-Test ergab ein “schwaches positiv”... Carolina brachte sie so schnell wie möglich in die Uni zu Guadalupe Miró, wo sie sofort behandelt wurde. Am 12. Mai begannen wir, sie 28 Tage lang mit Glucantime zu behandeln, da die Leishmaniose ausgebrochen war. Die Behandlung bekam ihr Gott sei Dank gut, danach sank ihr Leishmaniosetiter auf 1:400 und die Wunden schlossen sich langsam.
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Von da an ging es ihr jedesmal besser, auch weil Amelia sie regelmässig badete. Die Schuppen verschwanden und das Fell fing an zu glänzen. Bei ihrer Einlieferung wog sie 18,6 kg. jetzt wiegt sie 20,5 kg. und misst 65 cm. Sie bekommt Allupurinol und jede Menge Vitamine und es geht ihr prima.
Sie hat eine starke Persönlichkeit ( eben eine richtige alte Dame) und wir alle bewundern und respektieren sie, Menschen sowohl wie alle Hunde im Tierheim. Sie wohnt tagsüber im Büro, geht aber ein und aus nach Lust und Laune, da sie selbst die Tür aufmachen kann. Wenn abends Antonio und Juan in ihr Haus gehen, folgt sie ihnen und schläft zuerst in der Holzhundehütte vor ihrem inzwischen überdachten Haus, aber irgendwann nachts macht sie auch dort die Tür auf und spaziert rein …
Sie trägt stolz immer zwei Hundemäntel, von Jutta Flinkerbusch, die ja auch bei Euch Mitglied ist, angefertigt und hat sich noch nie erkältet..
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Inzwischen rennt und spielt sie wie wild und wenn einer der Ehrenamtlichen ins Tierheim kommt, rennt sie uns fröhlich entgegen, tobt um uns rum und begrüsst uns überschwänglich…. Ehrlich gesagt, erinnert sie mich ein bisschen an unsere Tejada, die ja auch im TH für Ordnung sorgte…
Mit anderen Hunden verträgt sie sich gut, aber wenn ihr einer zu lästig wird, weist sie ihn zurecht ( sie knurrt nur..).
Carolina fand ihr Geburtsdatum raus: 08/2002. Sie ist also jetzt 7,5 Jahre alt, auch wenn sie durch die schlimmen Erkrankungen älter aussieht. Sie muss als Gebärmaschine benutzt worden sein. Sie wurde am 09.12.2009 kastriert und hat es gut überstanden.
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So gerne wir sie bei uns haben, so sehr würden wir uns aber natürlich ein richtiges Zuhause für sie wünschen.
Da Abadesa, wie schon erwähnt, eine sehr selbständige junge alte Dame ist, wäre es schön, wenn in ihrem neuen Zuhause ein schöner Garten wäre, wo sie die Möglichkeit hätte ein- und auszugehen und zwischen “Sonnenbank” und Sofa zu wählen. Gewaltmärsche braucht sie nicht ...
Abadesa ist und wird natürlich nie wieder ein kerngesunder Hund, aber da sie einen unglaublichen Lebenswillen hat und auf die Behandlungen hervorragend angesprochen hat und immer noch anspricht, hat sie sicher noch einige schöne Jahre vor sich.
Update 23.02.2010 - unverhofft kommt oft ... Abadesa hat genau der Richtigen in den Bauch geguckt und die Bedingungen dort sind ideal für unseren Freigeist. Abadesa hat eine Pflegefamilie gefunden!
Natürlich wünschen wir uns für die Oma jetzt auch noch ein festes, endgültiges Zuhause.
Kontakt: Ute Müller, Mail: farfromfear.ute@googlemail.com
28.02.2010
Selten hat eine Pflegemama soooo geschwärmt. Abadesa ist wohl eine absolute Traumnase. Sie ist ruhig, sehr sehr lieb, strahlt die Weisheit des Alter aus und hat den Platz in der Sofaecke zu ihrem Lieblingsplatz erkoren. Da ist es geschützt und gemütlich und man hat sowohl die Küche und den Eingangsbereich und wenn man sein Köpfchen dreht .auch den ganzen Garten im Blick. Abadesa hat diesen Platz mit Bedacht ausgewählt ;-) Die anderen Hunde akzeptieren sie völlig selbstverständlich und das Rudel harmoniert hervorragend. Hier erste Bilder:
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08.03.2010
Heute war Abadesa beim Arzt, weil sie große Probleme beim Aufstehen hatte. Der Pflegemama war gleich zu Anfang aufgefallen, dass mit einem Beinchen irgendwas nicht stimmt, aber auf Nachfrage sagten uns die Spanier: “hier ist nichts aufgefallen”. Da die Maus aber ganz offenbar Schmerzen hatte, wurde heute geröntgt und es stellte sich heraus, dass Abadesa vor längerer Zeit eine Hüftluxation hatte und der Knochen 3 cm tief in der Pfanne abgerutscht war und sich dort in die Hüftpfanne “gefräst” hat. Unvorstellbare Schmerzen müssen das über Monate/Jahre? gewesen sein ... Operativ kann man das nicht mehr beheben und ein Muskelaufbau zur Stabilisierung ist auch nur noch eingeschränkt möglich, da auch hier alles deformiert ist. Wir können Abadesa jetzt nur noch mit entsprechenden Medikamenten die Schmerzen nehmen. Abadesa erträgt alles mit einer unglaublichen Geduld und Ruhe, albert mit ihrer Mama herum und freut sich an den ersten wärmenden Sonnenstrahlen. Für das ganze Rudel ist sie ein Halt und ein Ruhepol. Eine wunderbare Hündin!
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April 2010 - nachdem uns Ömchen, wie ihre Pflegemama sie liebevoll nennt, ein bisschen Kummer gemacht hat, weil sie Probleme mit ihrer langen Nase hatte, geht es ihr jetzt wieder deutlich besser. Die Schmerzen in der Hüfte konnten wir gut eindämmen und Abadesa hat viel Spaß mit ihren Hundefreunden
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Das Sonnenbaden ist aber nach wie vor - nach Schmusen - ihre allerliebste Lieblingsbeschäftigung ...
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Allerdings nur, wenn sich keine frechen Eindringline an der Aussenseite des Zauns rumtreiben, dann muss Abadesa Bescheid sagen, dass sie hier wohnt ...
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