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Wir freuen uns ...

Zwei Hunde, die uns Alle tief bewegt haben und deren Schicksal Viele täglich verfolgt haben, sind endlich in Deutschland angekommen !

LUZ - ihre ganze Geschichte können Sie hier nachlesen und ABY - deren Geschichte hier nachzulesen ist.

Monatelang arbeiteten spanische und deutsche Tierschützer Hand in Hand um das Unmögliche möglich zu machen und die zwei Mäuse soweit wieder auf die Beine zu stellen, dass sie nach Deutschland zu Pflegeeltern kommen konnten.
Am 4. Oktober war es dann soweit. Ein Spezialtransport wurde organisiert, da an einen Flug in einer Box bei insgesamt 4 kaputten Beinen überhaupt nicht zu denken war. Ein extra langer Mercedes Kastenwagen (ca. 7 qm Ladefläche) wurde angemietet und die komplette Ladefläche extra weich ausgepolstert, damit es beim Transport keine Verletzungen gibt und ein Zweibeiner immer bei den Hunden sein kann, um auf sie aufzupassen.

Auf der Hinreise konnten auch noch ein paar Spenden mitgenommen werden (neue Leinen und Halsbänder und vor allem Wintermäntel für die Nasen, die im Tierheim frieren). Auch extra geprüftes Trinkwasser wurde eingepackt, damit sich keine Bakterie auf der Heimfahrt in die Nasen verirren konnte.

Nach knapp 20 Stunden Fahrt kamen wir am 5.10. mittags in Madrid bei ANAA an.

Das Team bestand aus 3 Fahrern (Heike - Nathalies Mama- Rainer und mir - nicht auf dem Bild) sowie Nathalies Papa (nach dem alle Hunde verrückt sind und der mehrere Monate Perrera-Erfahrung auf dem Buckel hat), der auf der Rückreise die Nasen beaufsichtigen sollte.
Ein gaaanz junges Team, das in Summe 197 Lebensjahre zählte .... und das nach den 20 Stunden auch jeden einzelnen Knochen zählen konnte ;-)))

Während wir auf das Eintreffen unserer spanischen Partner warteten, habe ich ein paar Bilder vom Tierheim gemacht ...

ANAA zählt, dank der unermüdlicher Arbeit der spanischen Tierschützer, zu den modernsten und auch saubersten Tierheimen in Spanien. Trotzdem ist die Not groß und zur Zeit können keine Tiere aufgenommen werden, da die finanzielle Situation besorgniserregend ist. ANAA nimmt vorrangig die Tiere auf, die in vielen anderen Tierheimen keinen Platz finden, weil sie schwer verletzt, alt oder unattratkiv sind und holt regelmäßig Hunde aus der Tötung. Das verschlingt unendlich viel Geld, da die Tiere sehr teuer medizinisch versorgt und auch lange gepflegt werden müssen. Die Durchlaufzeiten sind, aufgrund Krankheit und Alter oft sehr sehr lange. Im Moment sind ca. 80% aller Hunde über 8 Jahre alt und/oder schwer verletzt.

Umso größer war die Freude bei unseren spanischen Freunden, dass nach Anchuela, Pena, Meno und Gisela nun auch Luz und Aby ausreisen durften.

Bald kam ABY mit ihrer Pflegemama Ruth und die ersten Tränen flossen. Ruth hat Aby von Anfang an aufgepäppelt und gehörte auch zu dem Team, das nie aufgegeben hat nach ihr zu suchen. Sie ist der erste Mensch dem Aby wieder Vertrauen geschenkt hat und sie fand “uns Andere” ziemlich beängstigend ...
Um es Aby ein ganz klein wenig leichter zu machen hatten wir beschlossen, dass sie die Nacht vor der Heimfahrt mit mir im Auto verbringt. Es fiel Ruth wahnsinnig schwer sie da zu lassen und Aby verstand die Welt erstmal nicht mehr.

LUZ war für den nächsten Tag angekündigt und abends luden uns die Spanier in eine kleine Kneipe zum Essen ein. Viele freiwillig Helferinnen hatten sich versammelt, um die “verrückten Deutschen” zu begrüßen, die mal eben so 4000 km für zwei Hunde fahren ;-)

Kurz bevor wir losfuhren, kam ein Anruf “Habe auf dem Weg zur Kneipe einen Galgowelpen mit gebrochenem Bein gefunden, fahre schnell in die Klinik”. Während wir über die 400 Hunde, die wir von ANAA im Laufe der Jahre übernommen haben, sprachen, klingelte abermals das Telefon “Bruch ist alt, muss nicht operiert werden, Hund ist zwar dürr, aber ansonsten topfit, aber wohin mit der Kleinen?” - wie gut, dass es Handys und Blueberry gibt und deutsche Pflegemamas, die bei einem Notanruf sofort “Habt Acht” stehen ;-) - 10 Minuten später war klar, die Kleine fährt auch mit und wird - sobald wir mit Essen fertig sind - ins Tierheim gebracht.

Also dann schnell zurück ... auf dem Weg noch zwei Hunde auf der Straße ... Einfangversuch leider erfolglos.

Im Tierheim wartet Conchi mit
VAINILLA und die ist, nachdem Alle sie geknuddelt haben, ratz fatz bei Papa Helge im Bett.

Ich versorgte ABY noch mit den nötigen Medikamenten und dann verzogen wir uns ins Auto. Unter einem Deckenberg (nachts kühlt es in Madrid von 25 auf 2 Grad ab) schlief Aby ein, ohne sich von meinem Zähneklappern stören zu lassen ;-)

Am nächsten Morgen kam dann unsere LUZ ...

Links auf dem Bild Irene - sie hat nicht zugenommen, sondern wird in 3 Wochen Mama ;-) - in der Mitte Luz Pflegemama mit Luz.
Nachdem mir die Tierärzte noch genau zeigten wie man Luz Fixateur versorgt, wurde auch Vainilla mit “Transportsicherung” fürs Beinchen ausgestattet und Papa Helge bereitete sie für die Fahrt vor.

Dann hieß es einladen und Abschied nehmen ....

Während Luz erstmal die Kudde vorzog, machte es sich Vainilla bei Aby bequem.

Während der Fahrt änderten sich die “Liegeverhältnisse” ein wenig ;-) - leider war es im Auto zu dunkel, um gute Bilder zu machen, aber im Ansatz kann man erkennen was los war.

Die Rückfahrt dauerte etwas länger, da wir zwischendurch immer die Hunde versorgen mussten und uns dann auch noch ein Scheinwerfer ausfiel (natürlich nachts) und keine Ersatzbirne zu bekommen war. Rainer tauschte dann kurzerhand irgendwelche Birnchen mit irgendwelchen Birnchen und wir konnten wieder einigermaßen sehen und wurden auch wieder gesehen.

Am frühen Vormittag trafen wir uns dann mit den Abholern von Luz und Vainilla - Eva und Jutta.

Luz und Aby waren natürlich noch sehr zurückhaltend und ängstlich, man merkte ihnen an wie sehr sie die neue Situation verwirrte und beunruhigte, aber sie bekommen ganz liebe Pflegemamas, die über jede Menge Erfahrung verfügen und bald werden die gröbsten Ängste der Vergangenheit angehören.

Aby musste dann auch noch ein Weilchen mit uns fahren, während Luz und Vainilla umstiegen und wir Lebwohl sagen mussten.

Mittags war es dann auch für Aby soweit. Ihre Pflegemama holte sie, nachdem wir Rainer heimgebracht hatten,  bei Nathalies Eltern ab und ich glaube, es war definitiv Aby’s letzter Umzug ;-)))) - bald darauf kam sie daheim an und hier ein erstes Bild (wir hatten Aby die Decken von der ersten Nacht und vom Transport mitgegeben, da sie sie sehr mochte).

Dann war es auch für mich Zeit nach Hause zu fahren und die alten Knochen zu sortieren.

Mittlerweile habe ich von allen Pflegemamas Rückmeldungen und es sieht so aus als hätten unsere Mädels alles supergut überstanden. Luz war heute bereits beim ersten Verbandswechsel und Ausspülen der Wunden und Aby erkundet vorsichtig Haus und Garten. Vainilla geht morgen zum Doc, hat aber bereits der ganzen Pflegefamilie - im wahrsten Sinne des Wortes - die Schuhe ausgezogen - das liebt sie. Schnürsenkel auf und runter mit dem Schuh und dann auch gleich mit den Socken ;-)))

Ich möchte mich bei Allen, die diesen Transport, dieses Happy End möglich gemacht haben, ganz ganz herzlich bedanken !

Für die Pflegefamilien beginnen jetzt anstrengende und pflegeintensive, aber sicher schöne Wochen und Monate. Luz wird ihren Fixateur noch mindestens 4 Monate tragen müssen und muss jeden zweiten Tag zum Tierarzt, Aby ist schwer nieren- und herzkrank und wir beten, dass sich ihre Werte doch noch ein bisschen verbessern. Beide Hunde haben auch eine Leishmanioseinfektion, wobei wir diese Erkrankung zur Zeit glücklicherweise gut im Griff haben.

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