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Das ist Nathalie, ca. 2,5 Jahre alt und seit 1,5 Jahren bei ihrer Familie. Eine Nase, die fröhlich und verschmitzt in die Kamera guckt. Nichts deutet auf diesem Bild darauf hin, dass Nathalie schwest behindert ist, denn das Standbild ist gnädig und fängt nur eine Zehntelsekunde aus ihrem Leben ein.
Wie Nathalies normales Leben aussieht, können Sie auf dem Video (Format *mov) sehen, dass sich bei Anklicken ihres Bildes öffnet (Sie brauchen dazu den Quick Time Movie Player oder AOL Media Player).
Für Alle, die diesen Player nicht installiert haben: Nathalie zuckt und zittert permanent am ganzen Körper, kann nicht stehen und gehen, kann sich nur robbend fort bewegen. Der erste Gedanke "Oh Gott, der arme Hund, sollte man ihn nicht erlösen" verschwindet schnell, wenn man Nathalie erlebt wie sie mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln am Familienleben teil nimmt und es genießt wenn sie geknuffelt wird, oder man mit ihr spielt. Als man sie, mit abgeschnittenen Ohren und mit abgetrenntem Schwanz gefunden hat, konnte sie nicht einmal den Kopf alleine heben. “Staupetick” wurde dianostiziert und “unvermittelbar, einschläfern”. Glücklicherweise hatte der fähigste Schutzengel gerade Dienst und er führte einen Mann genau zu diesem Zeitpunkt in das spanische Tierheim. Als er Nathalies Augen sag und sie ihren kleinen, zitternden Körper an ihn presste, beschloss er Papa zu werden und lud die Kleine in sein Auto und es ging ab nach Deutschland.
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Zwei Tierärzte bestätigten die Diagnose ihres spanischen Kollegen, weil in irgendeinem Lehrbuch steht: Symptome einer überstandenen Nervenstaupe = zittern. Rat: einschläfern ... ansonsten keine Ideen. Nathalies neue Familie folgte dem Rat nicht und sie versuchten mit Vitamin B, Schwimmtraining
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und vielen Stunden Übung Nathalies Zustand zu verbessern. Bald begann Nathalie das Köpfchen eigenständig zu heben und nach einigen Wochen Training konnte sie selbständig fressen.
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Was für jeden anderen Hund völlig normal ist, war für Nathalie ein kleines Wunder. Sie meldete sich, wenn sie ihr Geschäftchen erledigen musste und Papa trug und trägt sie dann raus und macht sie hinterher sauber. Ihre Technik ist aber mittlerweile so ausgefeilt, dass sie sich kaum noch schmutzig macht. Nathalie lernte immer mehr und bald reichte es ihr nicht mehr auf ihrem geschützten Platz zu liegen und sie wollte immer öfter bei ihrer Familie sein und mit den anderen Hunden Kontakt aufnehmen.
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Sie brachte sich eine robbende Fortbewegungsart bei, die einem, wenn man es das erste Mal sieht, fast das Herz abschnürt, aber für Nathalie ist es völlig normal ...
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Als ich Nathalie kennen lernte, fand ich die Staupe-Diagnose merkwürdig und hab sie, so gut mir das möglich war, untersucht. Dabei stellte ich fest, dass das Zittern bei Druck auf eine bestimmte Stelle schwächer wurde. Danach war ich eigentlich sicher, dass das keine Staupe-Nachwirkungen sind und habe mit Dr.Bluhm von Magnostic Kontakt aufgenommen. Ich kenne ihn seit Jahren als genialen Diagnostiker. Nach Schilderung der Symptome war er ebenfalls sicher "Staupe ist das nicht". Wir beschlossen die Kleine "in die Röhre zu schieben" und das Gehirn und die Wirbeläsule zu untersuchen. Am 27.3. war es soweit. Papa und Mama waren hochnervös, da Natalie noch nie eine Narkose bekommen hatte und niemand wusste ob sie das verkraftet. Ich war auch nicht wirklich ruhig. Ich vertraue Dr.Bluhm zwar zu 100%, aber einen Hund wie Nathalie habe ich noch nie erlebt und selbst für Dr.Bluhm war es keine alltägliche Patientin. Nathalie schlief so plötzlich nach der Injektion ein, dass wir Alle leicht hysterisch wurden, aber Herz und Lunge arbeiteten gut. Unglücklicherweise verabschiedete sich unmittelbar nach der Narkose von Natalie auch der Computer (ganz ohne Injektion) und es dauerte 30 Minuten bis es losgehen konnte. Natalie kam in der Zwischenzeit an die Sauerstoffflasche.
Nach mehreren Tiefenscans wurde festgestellt, dass die Hündin zu wenig graue Gehirnmasse hat, d.h. ihr fehlen vermutlich seit Geburt Teile des Gehirns und Verbindungen und deswegen können die meisten Bewegungsabläufe bzw. Ruhigstellung des Körpers nicht gesteuert werden, oder werden falsch gesteuert.
Staupe, die man der Familie seitens dreier Tierärzte immer als Grund genannt hatte, kann definitiv ausgeschlossen werden. Hätte sich auch nur einer der drei Ärzte ein paar Minuten Zeit genommen, oder nicht in die bequeme Schnelldiagnose-Schublade gegriffen, hätte man schon viel früher anfangen können noch gezielter etwas für sie zu tun.
Wir werden jetzt, nach ausgiebiger Diskussion mit Dr.Bluhm, versuchen die verbliebene Gehirnmasse zu stärken und zu trainieren, sodass sie möglicherweise irgendwann Teilaufgaben übernehmen bzw. umprogrammiert werden kann. Zudem bekommt Nathalie einen Wagen, damit sie sich bewegen (die Vorderbeine funktionieren ja) und auch mit diesem neuen Bewegungsmuster ihr Gehirn programmieren/trainieren kann.
Der Druck auf die Wirbelsäule, der das Zittern immer gestoppt hat, ist, wie wir jetzt wissen, nicht als mechanische Reaktion zu verstehen, sondern es war eine völlig ungewohnte Berührung worauf Natalie vermutlich mit erhöhter Konzentration reagiert hat (einordnen, einsortieren, speichern, neue elektrische Impuls-Leitungen legen) und deswegen eine Zeit lang zu zittern aufgehört hat. Ein Zeichen, das uns Hoffnung gibt.
Die Familie wird mit ihr auch jeden Tag kleine ungewohnte Dinge machen, sodass wir auch hier hoffentlich über Konzentration zu Training, Neuordnung und Zuordnung kommen.
Natürlich wird Natalie nicht eines Tages aufstehen und geheilt sein, aber es wird zu einer deutlichen Verbesserung ihrer Lebensqualität kommen und auch für die Familie wird die Pflege sicher ein wenig leichter. Zur Zeit sind wir auf der Suche nach dem bestmöglich geeigneten Rollstuhl für die Kleine und klappern alle Hersteller ab.
Nathalie kämpft und möchte leben und ein Bild wie dieses
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wird es hoffentlich bald öfter geben. Und vielleicht eines fernen Tages auch ohne die stützende Lehne der Bank ... wer weiß.
Bis dahin wird sie ihr Leben, auf ihre ganz spezielle Art, genießen, wird geliebt und liebt ...
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Wir halten Sie auf dem Laufenden. Wenn Sie uns ein wenig helfen möchten Nathalies neue “Hinterbeine” zu finanzieren, freuen wir uns sehr ! Danke !
Ansprechpartner für Nathalie: Ulrike Feifar, Mail: farfromfear01@aol.com
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05.04.08
Nathalie hat ein paar Bilder geschickt und möchte sich ganz besonders beim Tierschutz Wörrstadt - http://www.tierschutz-woerrstadt.de - bedanken, die für sie gespendet haben ;-)))
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Ich bin schon ganz aufgeregt, weil man mir gesagt hat, dass ich bald mein Auto bekomme ...
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Ein Zwinkern, speziell für Karin vom Tierschutz Wörrstadt - danke !
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08.04.08
Mein Papa hat heute Ulrike angerufen und erzählt, dass die Medikamente scheinbar anschlagen. Er hat auch erzäht, dass ich ein bisschen weniger zittere, längere Ruhephasen habe und dass ich jetzt zum Trinken immer in die Küche komme und den großen, höher gestellten Napf von meinen Kollegen benutze anstatt an meinem Napf rumzuschlabbern. Da stemm ich mich mal ordentlich mit den Vorderpfoten hoch und los gehts ... Die Küche sieht dann zwar aus wie mein Swimmingpool, aber das macht Riesenspaß ;-) Muss ja meine Vorderbeine fit halten, wenn mein Auto kommt - mein Nerrari - ob ich dann auch sowas brauche ?
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Muss jetzt Papa beruhigen, wenn sich der weiter so aufregt, kriegt er mir auch noch das Zipperlein ;-) - bis bald !!!!
10.04.08
Gestern habe ich den ersten Markknochen meines Lebens geknabbert! Ich konnte das früher nicht, wusste irgendwie nicht was ich damit machen soll, aber jetzt hab ich’s begriffen und es war herrlich ;-)))))
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Und heute habe ich gehört, dass Jutta für mich 50 EUR überwiesen hat - das sind für zwei Monate!!!! meine Medikamente, die mir so gut tun ! DANKE Jutta !
12.04.08
Heute habe ich Besuch bekommen ... da musste ich mich natürlich vorher fein machen ;-)
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Flauschig und frisch duftend gab’s dann Schmuse-, Spiel- und Übungsstunden mit Ulrike und Tatjana. Das war ein aufregender Nachmittag. Die theoretische Prüfung für meinen Führerschein, den ich für meinen Nerrari brauche, habe ich mit “sehr gut” bestanden ;-)
21.04.08
Ich hab jetzt noch einen Patenpapa ;-) - danke Kristian !!!!!
Eigentlich wollte mein richtiger Papa meinen Nerrari selber bauen, aber als er dann im Baumarkt die Sachen zusammen gestellt hatte, wurde schnell klar, dass das Material teurer wäre als ein Nerrari, der in Amerika angefertigt wird. Da meine Mama perfekt englisch spricht, haben wir uns dann entschlossen, dass wir Menschen ran lassen, die den ganzen Tag nix Anderes machen als Autos zu bauen. Dann noch eine gute Idee und ein bisschen logistische Zauberei und schwupp war der Ami-Schlitten billiger als das Self-made-Mobil ;-) Und heute war es soweit:
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MEIN Auto ist gekommen!!!!! Wow, war das aufregend ... natürlich musste ich sofort eine Probefahrt machen ...
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Hey und ab geht die Post .... PAPA wo ist die Bremse ???????????
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Und wo ist Papa ?
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Erste Fahrstunde absolviert ;-)))) Ab morgen üben wir jeden Tag 4 x 10 Minuten und bald gehört die Welt mir!!!!!!!!!!!!!
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It’s cool man ....
22.04.08
Meine zweite Fahrstunde ... aber zuerst ein Bild von meinem Hinterteil - damit man sehen kann, dass ich auf meinen Hinterbeinen stehen kann (im Vertrauen: ich hab heute OHNE Wagen schon mal im Stehen pipi gemacht - das erste Mal in meinem Leben)
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Nun aber los ... Papa schmeiss schon diesen verdammten Ball ...
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Hey, Du hast ihn ins Gebüsch geworfen ...
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Glaubst Du vielleicht, dass ich ihn da nicht kriege ...
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Hab dann Papa selber ins Gebüsch geschickt ... der soll gefälligst ordentlich werfen - na ja, er übt ja noch ;-)
Ach, bevor ich’s vergesse - das ist mein Fahrlehrer Charley (schwarz) und meine personal Trainerin Lucky
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Bis bald ....
Update 28.04.08
DANKE an all die tollen FFF’ler, die auf der Hauptversammlung etwas in meine Spendenbox gesteckt haben ;-))))) und an die, die diese wunderbaren Schaufeln gekauft haben, die künftig den Garten sauber halten ;-))))
Ich übe fleissig weiter: One step after the other, one leg after the other ....
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Denen hab ich’s aber gezeigt ... bergauf, bergab, Kurven und zwischendurch immer wieder Lob abholen ;-)
Natürlich haben die Beiden meine Trainingseinheit zeitlich überzogen (Papa passt da viel besser auf, aber die Zwei in ihrer Begeisterung mussten natürlich immer noch ein Bällchen werfen und nochmal rufen ... ) und dann war ich seeeeeeeeehr müde und konnte grade noch ein Stück Pansen kauen ... dann sind mir die Augen zu gefallen.
14.05.08 - wollt Ihr sehen wie fit ich inzwischen bin ? Ich hab einen Tiger erlegt !
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Und jetzt mach ich’s mir richtig gemütlich auf ihm ... steht mir so ein Tigerfell, oder ?
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